Nike
Nike – Die Erfolgsgeschichte
Bereits 1962 erarbeitete Phil Knight (geboren 1938) ein Konzept zur Ablösung von adidas als Weltmarktführer in der Sportschuhbranche.
Er studierte damals noch an der Stanford University in den USA, sollte sein Konzept allerdings später tatsächlich in die Tat umsetzen. Nach dem Examen reiste Knight nach Japan, wo er eine Kooperation mit den Sportschuhherstellern Onitsuka Tiger – die heute ASICS Tiger heißen- erreichte. Er gründete nach seiner Rückkehr zusammen mit seinem ehemaligen Lauftrainer, Bill Bowerman (geboren 1912), die Firma Blue Ribbon Sports (BRS), die den US-Vertrieb in Asien gefertigter Schuhe, wie zuvor mit Onitsuka Tiger ausgehandelt, übernahm.
1963 erhielten Knight und Bowerman die erste Lieferung, die unter dem Label BRS verkauft wurde und mit deren Hilfe der Betrieb in den kommenden Jahren aufgebaut wurde. Knight, der Betriebswirt, kümmerte sich um Marketing, Vertrieb und Verkauf, während Bowerman sich Anregungen für die Schuhentwicklung von den Sportlern, die er trainierte, holte. Die Entwürfe Bowermans wurden nach Japan weitergeleitet, wo sie aufgrund der niedrigen Lohnkosten günstig hergestellt werden konnten.
1965 folgte der erste Angestellte, Jeff Johnson. Johnson reiste mit den Schuhen durchs Land und besuchte High School Meetings, wo er, ähnlich wie Adi Dassler und Bill Bowerman die Bedürfnisse der Nachwuchssportler aufspüren konnte. 1966 eröffnete Johnson die erste Verkaufsstelle für BRS-Schuhe, den Urahn der heutigen Niketowns.
Das Unternehmen war längst stark genug geworden um auf eingenen Füßen zu stehen. So trennte man sich 1972 von den japanischen Partnern und gründete eine eigene Marke, die den Namen Nike erhielt.
Die Idee, die Firma nach der griechischen Siegesgöttin zu benennen, hatte Johnson. Das Markensignet, der charakteristische Haken, auch Swoosh genannt, wurde von einer Studentin entworfen, die dafür 35 Dollar bekam.
Die Gründung des Label Nike fiel mit dem Gewinn des olympischen Marathons 1972 durch den Läufer Frank Shorter zusammen. Nike nutzte die Gelegenheit und etablierte sich auf dem amerikanischen Markt mit Laufschuhen für den zu dieser Zeit noch vorwiegend männlichen Jogger.
Zudem schuf Nike erste bedeutsame Neuerungen, wobei man sich auf die Bereiche Ausdauer- und Langstreckenläufer konzentrierte. Durch die aufkommende Joggingwelle konnte Nike so nicht nur die übrigen Anforderungen wie Passform, Haltbarkeit, Stabilität und Gewicht in den Vordergrund stellen, sondern auch die Dämpfung besonders würdigen.
Mit dem “Cortez” von 1968, der noch unter BRS erschien, wurde der erste superleichte Megaseller erzielt. Der “Waffle Trainer” von 1974, zu dessen Entstehung es angeblich kam, als Bowerman der Legende nach mit dem Waffeleisen seiner Frau experimentierte, hatte als erstes Modell ein völlig neuartiges Sohlenprofil. Auch dieser Schuh wurde zum Verkaufserfolg, da die Sohle eine sehr gute Bodenhaftung ermöglichte. Besonders die Erfindung des “Air” – Konzepts 1979 mit den Modellen “Tailwind” von 1979, “Air Jordan” (ab 1984), “Air Trainer”, “Air Max”, bei dem das erste mal mit einer Gasmischung gefüllte Kissen in die Sohlen eingearbeitet wurden, entwickelte sich zum Verkaufshit.
Mit der Einführung des Slogans „Just do it“ startete Nike 1988 eine der erfolgreichsten Werbekampagnen aller Zeiten. Die Verpflichtung zahlreicher Megastars ließ Nike zu einem dominierenden Unternehmen der Sportartikelbranche heranwachsen. Dies führte dazu, dass Nike seit 1989 die Führungsposition in der Branche nicht mehr abgegeben hat.














